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Motorsport

Der „OGP“ am Nürburgring: Historischer Rennsport der Extraklasse

Der AvD Oldtimer Grandprix auf dem Nürburgring ist seit über 40 Jahren ein heraus ragender Treffpunkt des klassischen Rennsports. Neben dem Goodwood  Festival of Speed, den Le Mans Classic und dem Grand Prix Monaco Historique ist der „Oldie“ des Automobilclubs von Deutschland eine der weltweit führenden Veranstaltungen des internationalen historischen Rennsports. So auch vom 11. bis 13. August 2017, der 45, Auflage dieses einzigartigen Histo-Events.

Für jeden Freund alter Rennfahrzeuge, in denen die Helden von damals wie Alberto Ascari, Rudolf Caracciola  oder Juan Manuel Fangio ihre unvergesslichen Siege feierten, ist das „Hochamt des klassischen Rennsports“ auf dem Nürburgring ein  emotionales Ereignis mit Gänsehaut-Charakter.

Als vor mittlerweile 44 Jahren Oldtimer Grandprix in der Eifel über die Bühne ging, steckte der historische Rennsport hierzuland noch in den Schuhen. In Deutschland gab es in den frühen 1970ern kaum Oldtimer, die zum  Renneinsatz  taugten. Die 63 Autos und 40 Motorräder, die der Veranstalter damals  auftreiben konnte, kamen,  auf abenteuerlichen Wegen noch auf der eigenen Achse über die Autobahn gescheucht, meist aus dem benachbarten Ausland.

Mittlerweile, fast ein halbes Jahrhundert später, ist die Rennerei mi den alten Formel-Fahrzeugen, Tourenwagen, GT- und Vintage-Karossen zu einem Geschäft geworden, das sich im dreistelligen Millionenbereich abspielt. 500 Rennwagen auf der Strecke und eine unüberschaubare Anzahl von Club- und Ausstellungsfahrzeugen in beiden Lagern legten von Freitag bis Sonntag Zeugnis davon ab. Und dennoch leben Veranstaltungen wie der „Oldie“ von ihrer Gegensätzlichkeit.

Sie vereinen Besitzen und Herzeigen auf der einen sowie Bestaunen und Bewundern auf der anderen Seite. Traum und Wirklichkeit werden zur wunderbaren Symbiose. Solche Histo-Hypes lassen das Begehren nach Glanz und Gloria, aber auch das  Wissen  um die Vergänglichkeit der großen  Rennschlachten miteinander verschmelzen. Ein Kaleidoskop von A wie Alfa Romeo bis Z wie Zagato. Von   Ascari bis Zampedri,

Zum Revival der Deutschen Rennsportmeisterschaft, der FIA Masters der Formel 1 Fahrzeuge von 1967 bis 1983 gesellte sich die grandiose Parade von Vorkriegs-Rennwagen über die Nordschleife.  Rennwagen der „Messing-Ära“ aus den Kindertagen des Rennsports fanden ihren angestammten Platz auf der Strecke und im alten Fahrerlager. „Urahn“ war ein Brasier Voiture de Cours aus dem Jahr 1908.

Neben Monoposti und Tourenwagen der 1960er bis 1990er Jahre waren es diese Urväter aller Rennwagen, die die das Wochenende auf dem „Ring“ unvergleichlich in ihrer Vielfalt machten: Entspanntes Schlendern durch die Fahrerlager bis zum Inhalieren  des infernalischen Stakkato eines Ford Cosworth DFV Aggregats, das in den 1960er Jahren die Formel 1 befeuerte.

Technisch in Ordnung waren die alten Herrschaften alle. Aber,  so Charly Willems vom veranstaltenden Allgemeinen Schnauferl Club (ASC), „man darf ihnen ruhig ansehen, dass in Würde gealtert sind und ihre Patina mit Stolz tragen.“

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

 

 

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