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Rallye-WM 2018: Das Comeback von „Super-Seb“ und mehr

Zuerst kommt die „Monte“ und dann noch 12 weitere Läufe: Wie in (fast) jedem Jahr beginnt die Rallye-Weltmeisterschaft wieder mit der spektakulärsten und mythischsten aller Läufe,  der „Rallye Monte Carlo“ mit dem Ziel im monegassischen Fürstentum an der Cote d’Azur.

Stéphane Lefebvre (F), Gabin Moreau (F)
Citroen DS3 WRC
WRC Rally Monte Carlo 2016

Doch der Kalender hat weit mehr zu bieten: das Comeback von „Super-Seb“ Sébastien Loeb nämlich, einen neuen Lauf in der Türkei, das wieder erstarkte Engagement von Ford und nach langer Zeit mal wieder vier richtige Werksteams am Start. Das alles verspricht eine Saison, die so ausgeglichen werden könnte wie schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Im besonderen Focus steht zumindest zeitweise  steht die Rückkehr des erfolgreichsten Rallye-Piloten aller Zeiten, des neunfachen Weltmeist3ers Sébastien Loeb. Loeb wird bei der Rallye Mexiko (8. bis 11. März), der Rallye Korsika (5. bis 8. April) und der Rallye Spanien (25. bis 28. Oktober)  Citroen-Stammfahrer Craig Breen ersetzen. Beifahrer wird sein alter Co-Pilot Daniel Elena.  Für Citroën gewann der inzwischen 43-Jährige von 2004 bis 2012 neun WM-Titel in Folge,

Sébastien Ogier (F)
Volkswagen Polo R WRC (2015)
WRC Rally Monte Carlo 2015

Doch trotz des zeitweisen Comebacks des Elsässers  mit drei WM-Läufen und seines etatmäßigen „Vorbeters“ seit vielen Jahren, Daniel Elena, geht es über die gesamte Saison hinweg gesehen eigentlich nur um die Frage: Wird Loebs veritabler Nachfolger Sebastien Ogier am Ende auch die anstehende Saison mit ihren insgesamt 13 WM-Läufen wieder so dominieren, wie er das im Vorjahr mit einem vergleichsweise unterprivilegierten Privat-Team (M-Sport) tun konnte?

Unter dem Namen M-Sport Ford kehrt der Hersteller –wohl auch beflügelt durch den Erfolg des Privatiers Malcolm Wilson im vergangenen Jahr – wieder deutlich sichtbar in die Weltmeisterschaft zurück. Das Team M-Sport Ford tritt mit dem weiterentwickelten, rund 380 PS starken,  Fiesta World Rally Car und den Fahrern Sébastien Ogier (F), Elfyn Evans (GB) und Bryan Bouffier (F) zur Verteidigung aller drei Weltmeisterschafts-Titel an. „Im vergangenen Jahr haben wir eine unserer erfolgreichsten Saisons im Motorsport erlebt“, betont Malcolm Wilson, der Teamchef von M-Sport Ford. „Daran möchten wir 2018 anknüpfen.

WRC Rallye Monte Carlo 2016

Für Titelverteidiger und Vorjahres-Sieger Ogier beginnt die Saison wie immer quasi vor der eigenen Haustür. „Die Rallye-WM beginnt für mich immer mit einem Highlight“, betont der aus dem südfranzösischen Gap stammende Ogier. „Logisch, dass ich bei meinem Heimspiel immer das bestmögliche Resultat anvisiere. Im vergangenen Jahr haben wir bei der ,Monte‘ etwas Großartiges begonnen, darauf wollen wir aufbauen.“

Bleibt die Frage, was die drei anderen offiziellen Werksteams der Wilson-Mannschaft entgegen zu setzen haben. Hyundai Shell Mobis WRT mit Top-Pilot Thierry Neuville ist in der neuen Saison quasi zum Siegen verdammt, nachdem man die Plätze hinter dem „Privatier“ Ogier 2017 quasi schon als „halbe Niederlage“ verbuchen musste. Der Belgier wird im Verbund mit Andreas Mikkelsen, Dani Sordo und Hayden Paddon ein starkes Quartett im Hyundai i20 WRC anführen, das dem im bayerischen Alzenau beheimateten Team endlich mehr als nur vereinzelte paritätische Erfolge bescheren soll.

Toyota Gazoo Racing WRT setzt vor allem auf Ogiers ehemaligen „Kronprinzen“, den Finnen Jari-Matti Latvala und auf den „Deutschland“-Sieger von 2017, Ott Tänak. Der Toyota Yaris WRC hat im Winter noch einmal an Potenzial zugelegt und bei den ersten Testeinheiten gezeigt, dass er nach dem erfolgreichen Premieren-Jahr für Toyota bei dessen WM-Rückkehr das Zeug zum Dauer-Rivalen hat. Vor allem Tänak, der bei M-Sport nicht weiterhin im Schatten Ogiers stehen wollte, verspricht sich nach seinem Wechsel zu Toyota einen Leistungs- und Ergebnissprung.

Das Citroen Total Abu Dhabi World Rally Team setzt auf ein Fahrerquartett mit dem Waliser Chris Meeke als Frontmann.  Die Franzosen haben nach dem vorzeitigen Ende ihrer Titelträume 2017 bereits frühzeitig ihr Augenmerk auf die Weiterentwicklung des C3 WRC für 2018 gelegt. Teamchef Yves Matton ist deshalb zuversichtlich, „dass wir mit dem neuen Gesamtpaket deutlich besser abschneiden können als im Vorjahr.“

 

Jari-Matti Latvala (FIN), Miikka Anttila (FIN)
Volkswagen Polo R WRC (2015)
WRC Rally Monte Carlo 2015

WM-Kalender 2018

24.-28.01. Rallye Monte Carlo
15.-18.02. Rallye Schweden
08.-11.03. Rallye Mexiko*
05.-08.04. Rallye Korsika
26.-29.04. Rallye Argentinien*
17.-20.05. Rallye Portugal
07.-10.06. Rallye Italien*
26.-29.07. Rallye Finnland
16.-19.08. Rallye Deutschland
13.-16.09. Rallye Türkei**
04.-07.10. Rallye Großbritannien
24.-28.10. Rallye Spanien
15.-18.11. Rallye Australien

 

Text: Jürgen C. Braun / Fotos: Hersteller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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