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Hintergrund

Bilanz der Techno Classica 2018: „Altmetall“ mit Herzblut

Nach wie vor setzte die Techno-Classica unerreichte Bestmarken. Sie machte Essen für fünf Tage wieder zur Hauptstadt des Klassiker-Universums und ist mit über 188.000 Gästen der publikumsstärkste Klassiker-Salon weltweit.

 Seit vielen Jahren belegt die Techno-Classica das gesamte Essener Messegelände mit rund 1.250 Ausstellern aus über 30 Ländern. Zu deren Angeboten zählten rund 2.700 Liebhaber- und Sammlerfahrzeuge – vom Youngtimer VW Polo bis zum seltenen Alfa Romeo 6C 2500 aus dem Jahr 1946 mit spektakulärer Pinin Farina Karosserie. „Ich bin jedes Jahr von der Fülle des Angebots auf der Techno-Classica begeistert. Und ich freue mich, dass es so viele Menschen gibt, die  weite Anreisen nach Essen in Kauf nehmen, um ihre Leidenschaft für klassische Automobile mit Gleichgesinnten zu teilen“, sagt Helmut Eberlein, verantwortlich für Ferrari Classiche in Essen.

 Mit  Klassikern, die sie sonst eher unter Verschluss halten, faszinierten rund 20 Historien-Sparten der namhaftesten internationalen Automarken auch in diesem Jahr die Messe-Besucher, die aus mehr als 40 Nationen nach Essen strömten. So betont etwa Sascha Wolfinger, Pressechef der FCA mit den Marken Abarth, Alfa Romeo, Fiat und Lancia. „Die Techno-Classica ist für uns die wichtigste deutsche Klassik-Messe. Hier finden wir ein internationales Publikum.“ Und Thomas Frank, Leiter Audi Tradition fügt hinzu: „Seit 1999 sind wir auf der TechnoClassica Essen vertreten – sie ist die Weltmesse im Herzen von Deutschland mit einem riesigen internationalen Einzugsgebiet.“ Alexander Fabig, Leiter Porsche Classic, schätzt an der Klassik-Weltmesse die Resonanz aus dem Publikum: „Für uns ist die Qualität und die fachliche Kompetenz der Besucher wichtig.“

Welchen Stellenwert die Automobilhersteller der Techno-Classica Essen beimessen, verdeutlicht auch die Tatsache, dass gleich zwei große Marken die Klassik-Messe als Schauplatz für Deutschland-Premieren nutzten, um neue Modelle als logische Fortschreibung ihrer Historien im Zusammenhang mit ihren klassischen Vorgängern zu präsentieren: Mercedes-Benz zeigte erstmals die neue G-Klasse der deutschen Öffentlichkeit, und Peugeot präsentierte anlässlich des 40. Geburtstags des legendären Peugeot 504 sein aktuelles Pendant, den nagelneuen Peugeot 508.

 Für den Handel mit klassischen Automobilen zeigte sich die Essener Messe abermals als Trend-Barometer: „Wir nutzen die Techno-Classica als Indikator für künftige Marktentwicklungen – durch den intensiven Erfahrungsaustausch mit vielen Experten während der Messe dient sie uns als Stimmungsbarometer“, bestätigt Martin Stromberg, Geschäftsführer von Classic Data, des ältesten und marktführenden Unternehmens zur Bewertung klassischer Fahrzeuge in Deutschland.

Das Angebot besonders auf dem Premium-Sektor ist exzellent und eine Auswahl der Feinsten vom Besten. Das zeigt auch der von einer internationalen Jury zum „Best of Show“ gekürte Klassiker: ein Maserati A6 G 2000 Zagato aus dem Jahr 1956. Als einer von lediglich drei Werksfahrzeugen ist er nicht nur perfekt restauriert, sondern kann auch eine lückenlos dokumentierte Historie vorweisen.

Der Klassiker-Markt, so die allgemeine Erkenntnis, hat sich nach dem Hype der vergangenen Jahre beruhigt und ist wieder berechenbarer geworden – er hat sich auf hohem Niveau konsolidiert. Gleichwohl gab es im riesigen Angebot der Techno-Classica Essen wieder einige herausragende Verkäufe: Ein Mercedes-Benz 300 SL Roadster mit Hardtop, Scheibenbremsen und dem seltenen Alumotor brachte  seinem Verkäufer nach dessen Angaben stattliche 1,6 Millionen Euro (!), und ein BMW M5 aus dem Jahr 1993 war einem Käufer stolze 90.000 Euro wert.

Rund 200 Oldtimer- und Markenclubs präsentierten 2018 sich und ihre Dienstleistungen auf meist faszinierend gestalteten Ständen. Ihr Engagement erkennt die S.I.H.A. als Veranstalter alljährlich mit Preisen für die fantasievollsten Präsentationen an. Zu den Evergreens unter den Clubs zählt die weltweit 70.000 Enthusiasten zählende Amicale Citroën Internationale, die sich als Clubgemeinschaft „Citroën-Straße“ präsentiert. Deren Initiator Stephan Joest bringt es auf den Punkt: „Zum 30. Mal dabei; 30 Mal viel Spaß gehabt – beim größten Familien-Treffen der Szene.“  Ob Sammler-Fahrzeuge, Modellautos, Kunst, Auto-Literatur, oder Ersatzteile: In Essen hat jeder Besucher die Gelegenheit sich mit allem zu versorgen, was er für die Ausübung seines Hobbys braucht. Es ist das Herzblut für Oldtimer und Autohistorie, mit der Aussteller wie Besucher die Techno-Classica Essen zur Nummer 1 machen.